Stille Geburt nach HG

Floe, Mittwoch, 04. September 2019, 13:24 (vor 18 Tagen) @ Simachma

Hallo, es tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte. Der Start in die Arbeit war doch anstrengender als ich dachte, irgendwie habe ich gar keine Zeit mehr gefunden hier zu schauen.
Es tut mir sehr sehr leid was du erleben musstest!! Und ich kann es so gut verstehen, dass ihr euch letztlich gegen das Kind entschieden habt. Es hängen so viele Faktoren an so einer Schwangerschaft und es ist immer wieder erschreckend wie alleingelassen man sich fühlt und wie wenig unterstützend viele Ärzte sind. Als wir im Februar die erste Fehlgeburt erlebt haben war es die schlimmste Schwangerschaft die ich je erlebt habe, irgendwann lag ich nur noch im Bad vor der Toilette und habe mir gewünscht, dass es endlich vorbei ist. Zum Zeitpunkt der Ausschabung ging es mir immer noch richtig schlecht, von wegen die Übelkeit sagt einem dass alles gut ist. Mein Mann fand mich danach glaube ich ziemlich herzlos, ich war so glücklich dass es mir wieder gut ging, dass das Gefühl das der Traurigkeit total verdrängt hat. Wenn ich gefragt wurde wie es mir geht und ich ganz ehrlich geantwortet habe, dass es mir richtig gut geht, körperlich, meinte er irgendwann dass ich das doch so nicht sagen könnte, ich solle doch lieber sagen, dass ich mich gut ablenken, den Umständen entsprechend... Nach einer Fehlgeburt geht es einem nicht gut, darf es nicht.
Ganz anders war es jetzt im Sommer, da war die Übelkeit grad schon weg und ich hatte mich darauf gefreut, den Rest der Schwangerschaft nun zu genießen. Trotzdem kann ich jede Frau nachvollziehen, die sich durch diese Zeit der Übelkeit nicht durchkämpfen kann oder möchte. Es hängen eben auch noch die anderen Kinder daran, an die man denken muss. Ich hoffe es geht dir einigermaßen gut mit eurer Entscheidung, auch wenn es bestimmt immer wehtun wird. Ich wünsche dir alles Gute!


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