2. Schwangerschaft nach 9 Monaten! Hyperemesis!

Sonja2 @, Dienstag, 14. Juli 2020, 20:57 (vor 20 Tagen) @ Blum

Liebe Blum,

Hyperemesis ist eine Erkrankung, die behandelbar ist.

Ich habe alle Medikamente mit einem Link zu Embryotox versehen - einfach mit der Maus auf die jeweiligen Medikamentnamen gehen und dann anklicken. Hier die Übersichtseite von Embryotox: LINK

Außerdem kannst Du Infusionen auch ambulant erhalten.

In der englischen Leitline steht explizit, dass ein Abbruch wegen HG erst erfolgen sollte, wenn alle therapeutischen Mögichkeiten ausgeschöpft sind. Das schreibt sich jetzt leicht, wenn die Dich versorgenden Ärzte nicht bereit sein sollten, Dir diese Behandlungsmöglichkeiten auch zu gewähren. Vielleicht ist es auch so, dass in Deinem Fall das eine oder andere Medikament nicht gegeben werden darf, das weiß ich jetzt natürlich nicht.

Doch könntest Du als erstes mit Embryotox telefonieren und Dich beraten lassen und dann mit Deinem Mann zu Deinem Frauenarzt UND zu Deinem Hausarzt gehen und die Möglichkeiten der Behandlung diskutieren. (Der Hausarzt kann ebenfalls Infusionen geben. Das ist häufig einfacher als beim Frauenarzt. Außerdem kann er die Elektrolytkontrollen übernehmen und ebenfalls auf Deinen Ernährungszustand achten. Falls nötig und angezeigt kann auch er alle Medikamente verordnen.)

Außerdem kann und soll Dir Dein Frauenarzt eine Haushaltshilfe verordnen. Die steht Dir zu, wenn Du selber nicht mehr in der Lage bist, Deinen Haushalt und Dein Kind zu versorgen (wenn es nur um die Versorgung des Kindes geht, dann ist das Jugendamt zuständig, aber in Deinem Fall geht es ja auch um den Haushalt und dafür gibt es eben die Haushaltshilfe, die sich dann aber auch in vielen Fällen ganz rührend um das Kind kümmert).

Du kannst mich gerne anschreiben (auf den Briefumschlag neben meinem Namen klicken oder über Chrissi mir schreiben). Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich verurteile Dich nicht. Doch wenn Du schon älter bist und Dir ein zweites Kind wünscht, dann kann ich Dir vielleicht noch den einen oder anderen Tipp mitgeben, wie Du Zugang zur Versorgung bekommen kannst.

Ich wünsche Dir jetzt erst einmal, dass Du die kommende Nacht un den nächsten Tag überstehst. Es ist eine harte Situation, in der Du Dich befindest und ich kann sie gut nachfühlen: ich selber hatte zwei HG-Schwangerschaften und glücklichersweise gabe es Großeltern für mein erstes Kind, die sich kümmern konnten.

Auch hatte ich so wie Du das Problem, dass ich Getrunkenes nicht behalten hatte. Von daher fürchte ich, dass Du, auch wenn Du Dich für einen Abbruch entscheidest, noch davor und vielleicht sogar sehr umgehend Infusionen benötigen könntest, damit Du nicht weiter austrocknest.

Liebe Grüße, Sonja


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